Wer wird auf Sylt Weltmeister?

Im Herbst werden die neuen PWA Windsurf-Weltmeister in Westerland auf Sylt geehrt.

Die absolute Windsurf-Elite kämpft bereits seit Monaten auf der PWA World Tour um Platzierungen und Punkte, um beim WM-Finale auf Deutschlands nördlichster Insel vorn dabei zu sein. Im Slalom, der Formel 1 des Windsurfens, liegt der 40-malige Weltmeister Björn Dunkerbeck zurzeit an der Spitze der Gesamtwertung, dicht gefolgt vom sechsfachen Champion Antoine Albeau aus Frankreich. Der ewige Zweikampf zwischen den beiden schnellsten Windsurfern der Welt könnte erst beim Reno Windsurf World Cup Sylt (23. September – 02. Oktober), der letzten Slalom-Station der PWA Saison 2011, entschieden werden.

Auch die Freestyle-Artisten feiern ihren Saisonabschluss in Westerland und alles läuft auf einen Showdown am Brandenburger Strand hinaus. Der vierfache World-Champion Jose Estredo aus Venezuela will mit einem Sieg seinen fünften Titel einfahren. Konkurrent Kiri Thode von Bonaire hat dagegen den ersten Weltmeisterschaftsgewinn seiner Karriere im Visier. Die deutschen Hoffnungen im Freestyle ruhen auf Tilo Eber. Der 13. der Weltrangliste kommt aus Nördlingen (Bayern) und lebt in Kiel.

Die deutschen Waverider Philip Köster, Dani Bruch und Klaas Voget trainieren mit Hochdruck, um beim Saisonhöhepunkt auf Sylt in Top-Form zu sein. Als Dritter, Fünfter und Siebter der letztjährigen PWA Rangliste sind die drei Überflieger Sieg-Kandidaten bei der größten Windsurf-Veranstaltung der Welt. Der Hamburger Klaas Voget, der bereits auf Sylt Zweiter und Dritter wurde, hat nur ein Ziel: Er will endlich das Heimspiel vor seinen Fans gewinnen.

Auch die Verantwortlichen freuen sich auf die Windsurf-Festspiele am Brandenburger Strand. Gastgeber Peter Douven, Geschäftsführer der Insel Sylt Tourismus-Service GmbH: „Der Windsurf World Cup Sylt ist seit Jahren ein großer Wirtschaftsmotor für die Insel und ein fester Termin für Fans aus aller Welt. Wir haben schon Monate vor dem Start zahlreiche Anfragen, die zeigen, wie beliebt und bekannt dieses Mega-Event ist.“

Die Windsurf-Fans in aller Welt können jetzt schon gemeinsam dem Wassersport-Highlight entgegen fiebern. Die Website www.windsurfworldcup.de liefert alles Wissenswerte zum Weltmeisterschaftsfinale auf Westerland, vom Programm bis zu den Partys. Links führen zu den großen Netzwerken Facebook, My Space und Twitter.

Der Reno Windsurf World Cup Sylt ist das größte Windsurf-Event der Welt und genießt auf der PWA World Tour als einzige Station den Status eines Super Grand Slams. 129 Aktive aus 31 Nationen gingen im vergangenen Jahr in den Disziplinen Waveriding, Freestyle und Slalom an den Start und kämpften um ein Gesamtpreisgeld von 105.000 Euro.

Gunnar Asmussen dominiert den zweiten Surfcup Tag auf Sylt

Spannung pur und sensationelle Wettkampfaction erlebten die Teilnehmer und viele tausend Zuschauer des FLENS SURF CUP 2010 am zweiten Veranstaltungstag in Westerland auf Sylt. Bei Windstärken von bis zu 22 Knoten wurden ein Racing und drei komplette Slalomeliminations absolviert. Absoluter Dominator des Tages war der Flensburger Gunnar Asmussen (GER-88, F2, North), der alle drei Slalomeliminations mit großem Vorsprung für sich entscheiden konnte und zum Überflieger des Tages wurde. Den Sieg im Racing holte Bernd Flessner (GER-16, JP, Neil Pryde) von der Insel Norderney.

So wie der erste Veranstaltungstag endete, begann auch Tag zwei beim FLENS SURF CUP 2010 am Brandenburger Strand. Bei anspruchsvollen Bedingungen wurde zunächst das sechste Racing der Veranstaltung gestartet. Hier konnte der Rekordmeister Bernd Flessner seine volle Stärke wieder zeigen und siegte souverän. Auf Rang zwei platzierte sich Sebastian Kornum (DEN-24, JP, Neil Pryde) aus Dänemark vor Vincent Langer (GER-122, Starboard, Point-7) aus Kiel. Der momentan Führende in der Racing-Wertung, Helge Wilkens (GER-63, Starboard, Gun) aus Hannover, kam als Vierter vor Sebastian Kördel (GER-220, Lorch, Neil Pryde) aus Aach ins Ziel.

Durch seinen ersten Platz im heutigen Racing kommt Bernd Flessner dem Führenden Wilkens in der Racing-Wertung deutlich näher. Wilkens führt mit 14,7 Punkten vor Flessner mit 16,4 Punkten. Vincent Langer verliert einen Platz zum Vortag und liegt mit 16,7 Punkten ganz knapp hinter Flessner auf Rang drei in der Racing-Wertung.

Überragender Mann des Tages war aber Gunnar Asmussen, der in der Disziplin Slalom das Maß aller Dinge war und alle drei Slalom Eliminations souverän für sich entscheiden konnte. Seine ärgsten Konkurrenten Bernd Flessner, Helge Wilkens, Daniel Aeberli (SUI-96, F2, North) aus der Schweiz und Denis Standhardt (GER-189, Tabou, Gaastra) aus Bochum hatten keine Chance, dem Flensburger gefährlich zu werden. Asmussen ging in jedem der drei Finalläufe direkt nach dem Start in Führung und fuhr diese souverän ins Ziel. Mit drei zweiten Plätzen sicherte sich Bernd Flessner den zweiten Platz in der Slalom-Wertung vor Daniel Aeberli, der sich als bester ausländischer Starter unter dem überwiegend deutschen Teilnehmerfeld behaupten konnte. Auf dem vierten Rang platzierte sich Denis Standhardt vor Helge Wilkens.

Der Freitag verspricht erneut jede Menge Windsurfaction. Bei fünf bis sechs Beaufort werden wieder spannende Wettkämpfe in der Disziplin Slalom erwartet. Dann wird sich zeigen, ob Gunnar Asmussen seine grandiose Leistung wiederholen und damit seine Führung in der Disziplin Slalom weiter festigen kann. Der Deutsche Meistertitel im Slalom ist für den Flensburger greifbar nah. Eventuell kommen aber auch die Wave-Freestyler zum Zuge und können mit hohen Sprüngen und extremen Tricks ihr Können zeigen.

Nach den Wettkämpfen lädt am Freitagabend ab 18:00 Uhr die After-Race-Party zum Ausklang des Veranstaltungstages an den Brandenburger Strand ein. Ab 20:00 Uhr tritt dann die Band „Enno Bunger“ im großen Veranstaltungszelt beim FLENS SURF CUP 2010 auf.

Erfolgreicher Flens Surfcup vor Westerland

Unter optimalen Wetter- und Windbedingungen und mit viel Spannung startete am Mittwoch der FLENS SURF CUP 2010 in Westerland auf Sylt. Über 60 Starter treten beim DWC-Meisterschaftsfinale auf der Nordseeinsel an und kämpfen um die Titel des Deutschen Meisters in den Disziplinen Racing, Slalom und Wave-Freestyle. Am ersten Veranstaltungstag konnten insgesamt fünf Rennen in der Disziplin Racing absolviert werden, in denen sich die Top-10 der Racingwertung packende Positionskämpfe lieferten. Am Ende des Tages konnte sich der Hannoveraner Helge Wilkens (GER-63, Starboard, Gun) gegen seine Konkurrenten durchsetzen und führt die Racing-Wertung an.

Die Teilnehmer des FLENS SURF CUP 2010 erlebten gleich am ersten Veranstaltungstag jede Menge Action und Spannung. Bei vier bis fünf Windstärken setzte Regattaleiter Holger direkt nach dem Skippersmeeting das erste Rennen in der Disziplin Racing an. Hier zeigte der Flensburger und Mitfavorit Gunnar Asmussen ein starkes Rennen und konnte seine Konkurrenten Bernd Flessner (GER-16, JP, Neil Pryde) von Norderney und Helge Wilkens (GER-63, Starboard, Gun) aus Hannover auf die Platz zwei und drei verweisen. Auch in den folgenden Wettfahrten spielte der Flensburger seine ganze Stärke aus und konnte sich mit einem weiteren Sieg und einem zweiten Platz an die Spitze der Racing-Wertung kämpfen. Flessner und Wilkens konnten mit jeweils einem Sieg ebenfalls punkten, konnten Asmussen aber bis zum vierten Racing des Tages nicht die Führung abnehmen.

Das vierte und fünfte Rennen wurden Asmussen zum Verhängnis. Aufgrund falscher Materialwahl und eines Mastbruches musste er die Rennen in Führung liegend abbrechen und machte damit den Weg für seine Mitstreiter frei. Das vierte Rennen entschied Helge Wilkens für sich, während der Sieg im fünften Rennen an Vincent Langer (GER-122, Starboard, Point-7) aus Kiel ging. Die Racing-Wertung wurde durch die Ausfälle Asmussens noch einmal komplett neu geordnet.

Es führt Helge Wilkens (10,7 Punkte) vor Vincent Langer (13,7 Punkte) und Fabian Mattes (GER- 202, Starboard, 15,0 Punkte) aus Kiel, der sich in allen Rennen konstant in den Top-5 platzieren konnte. Nur 0,7 Punkte hinter Mattes liegt Bernd Flessner, der seine Chance auf die Führung durch einen Frühstart im fünften Rennen verspielte. Die Top-5 des ersten Tages komplettiert Sebastian Kornum (DEN-24, JP, Neil Pryde) aus Dänemark. Gunnar Asmussen landete durch die Ausfälle in den letzten beiden Rennen nur auf dem 13. Rang der Racing-Wertung.

Für den morgigen zweiten Veranstaltungstag sehen die Windvorhersagen erneut vielversprechend aus. Bei Windstärken um vier bis fünf Beaufort können die Besucher des FLENS SURF CUP 2010 dann wieder spannende Rennen am Brandenburger Strand erwarten. Außerdem lockt ein großes Rahmenprogramm mit vielen Mitmachaktionen und die After-Race-Party im Veranstaltungszelt, die ab 18:00 den Abend beim FLENS SURF CUP 2010 einläutet. Ab 20:00 Uhr sorgt dann die Band „Auletta“ für Live-Unterhaltung und Partyatmosphäre am Strand und auf der Promenade.

Windsurfen ist anstrengender, als Formel 1 zu fahren

Hamburg (01.07.10). Die Formel 1 Piloten rasen mit mehr als 300 Kilometern pro Stunde über die Rennstrecken dieser Welt. In den Kurven wirken Fliehkräfte von mehr als fünf g auf die Fahrer, Stress ist ihr ständiger Begleiter. Nach dem Start schnellt ihr Puls von 130 auf 190 Schläge hoch. Vor der Einfahrt in den Tunnel beim GP von Monaco schlägt das Herz sogar bis zu 210 Mal in der Minute. Trotzdem sagt Deutschlands bester Windsurfer Klaas Voget: „Windsurfen ist anstrengender als Formel 1 zu fahren.“

Der studierte Sportwissenschaftler hat im Rahnen seiner Magisterarbeit festgestellt, dass der Puls bei Windsurfern im Wettkampf auf bis zu 200 Schläge ansteigt. Voget: „Während bei Formel 1 Piloten, die fest angeschnallt sind, der Nacken am stärksten beansprucht wird, sind bei uns alle Muskeln im Einsatz. Auch weil man ständig das Gleichgewicht halten muss.“

Dadurch steigt der Gesamtenergieumsatz und damit auch der Puls. Der Vorteil: Die Belastung wird gleichmäßig verteilt und ist nicht so einseitig wie bei Rennfahrern. Laut Vogets Untersuchung empfanden Windsurfer ihre Wettkämpfe teilweise als nicht besonders anstrengend, obwohl sie einen Durchschnittspuls von 182 hatten und damit Hochleistungsniveau erreichten.

Die Fliehkräfte schätzt der Wellenreiter in beiden Sportarten gleich groß ein. Doch anders als in der Formel 1 sei bei den Windsurfern der ganze Fahrer gefordert. „Ein Doppel-Loop wird bei uns zwar mit dem Kopf ausgelöst, danach rotiert aber der ganze Körper zweimal um die eigene Achse. Da entstehen unglaubliche Fliehkräfte, die durchaus mit denen bei der Formel 1 in den Kurven zu vergleichen sind“, glaubt Voget.

Und der 31-Jährige weiß, wovon er spricht, denn im Mai machte er in Valencia eine Probefahrt in einem Formel-Rennwagen. „Durch die ungewohnte Belastung des Nackens war ich nach den ersten Fahrten etwas verspannt. Aber wenn ein Formel 1 Pilot eine fünf Meter Welle hochfährt, dürfte auch er etwas angespannt sein“, erzählt die Nummer Vier der Wave-Weltrangliste 2009.

Größte Herausforderung beim Rennsport ist für Voget die dauerhafte Stress-Konzentrationsbelastung. „Der kleinste Fahrfehler wird sofort brutal gestraft. Bei uns kann man zwischendurch mal ein bisschen entspannen. Und wenn etwas schiefläuft, fällt man in der Regel weich ins Wasser“, so der Windsurfer, der auch deshalb nie mit Vettel und Co. tauschen würde. „So interessant der Ausflug auf die Rennstrecke war: das Freiheitsgefühl beim Windsurfen ist unerreicht. Das würde ich gegen nichts auf der Welt eintauschen“, lautet Vogets Fazit.

Zurzeit trainiert Klaas Voget auf Gran Canaria, wo am 6. Juli der erste Waveriding World Cup der Saison beginnt. Der Hamburger hat sich viel vorgenommen und will in diese Saison um die WM-Krone kämpfen. Sein größter Traum ist ein Sieg beim Colgate Windsurfing World Cup Sylt, wo er in den vergangenen beiden Jahren jeweils Dritter und Zweiter wurde. Voget: „Auf Sylt zu gewinnen und damit vielleicht sogar Weltmeister zu werden, das wäre die Krönung meiner Karriere.“

Der Colgate Windsurf World Cup Sylt gilt als das größte Windsurf-Event der Welt und genießt auf der PWA Worldtour als einzige Station den Status eines Super Grand Slams. 118 Aktive aus 32 Nationen gingen im vergangenen Jahr in den Disziplinen Waveriding, Freestyle und Slalom an den Start und begeisterten mehr als 200.000 Zuschauer auf Deutschlands nördlichster Insel.

Westerland wartet auf Worldcup

Die PWA Worldtour hat gerade erst begonnen, aber schon jetzt fiebern die deutschen Windsurf-Fans dem Herbst entgegen. Vom 24. September bis zum 3. Oktober werden beim Colgate Windsurf World Cup Sylt, der letzten Station der Weltserie, die neuen Champions ermittelt.

Hochklassiger Sport, dramatische Wettkämpfe und ein enthusiastisches Publikum sind das Markenzeichen des zehntägigen Mega-Events, das 2009 mehr als 200.000 Besucher am Brandenburger Strand begeisterte. Auch in diesem Jahr wird die absolute Windsurf-Elite beim PWA Weltmeisterschaftsfinale auf Deutschlands nördlichster Insel auf Titeljagd gehen.

Und die Top-Stars kämpfen nicht nur um die WM-Krone, sondern auch um das mit Abstand höchste Preisgeld der gesamten Tour. 90.000 Euro werden unter Siegern und Platzierten verteilt, die in allen Disziplinen, Freestyle, Waveriding und Slalom, starten. Auch deshalb genießt der Colgate Windsurf World Cup Sylt als einziger Event-Standort den Status eines Super Grand Slams.

Publikumsliebling auf Westerland ist seit Jahren Surf-Legende Björn Dunkerbeck. Der 36-fache Weltmeister gewann hier 1989 zum ersten Mal und fuhr seitdem zehn Siege ein. In diesem Jahr peilt „Dunki“ im Slalom den elften Triumph an, muss dabei aber den aktuellen Weltmeister Antoine Albeau aus Frankreich schlagen.

Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Wellenreiter Klaas Voget, der in der Vergangenheit am Brandenburger Strand immer zur Höchstform auflief. Der Weltranglistenvierte der abgelaufenen Saison wurde im vergangenen Jahr nach einem sensationellen Wettkampf Zweiter, 2008 belegte er den dritten Rang. Jetzt will der 31-Jährige ganz oben aufs Treppchen. „Ein Sieg bei meinem Heimspiel in Deutschland wäre ein Traum“, glaubt der Hamburger an seine Chance.

Während des Colgate Windsurf World Cups Sylt verwandelt sich die Westerländer Kurpromenade in eine Erlebnis-, Lifestyle- und Schlemmermeile. Die neuesten Wassersport-Trends werden hier ebenso präsentiert wie modernstes Equipment und aktuelle Surfwear. Die Besucher können auf dem Panasonic Surfsimulator ihre erste Bekanntschaft mit der Welle machen oder den Stars in der Windsurfing Journal Boxengasse beim Material-Check über die Schulter schauen. Im 100 Meter langen Veranstaltungszelt gibt es handfeste und flüssige Leckereien. Hier wird auch jeden Abend bei der NDR2 Open Hour ab 18 Uhr auf zwei Dancefloors Beachparty gefeiert.

Der Colgate Windsurf World Cup Sylt gilt als das größte Windsurf-Event der Welt und genießt auf der PWA Worldtour als einzige Station den Status eines Super Grand Slams. 118 Aktive aus 32 Nationen gingen im vergangenen Jahr in den Disziplinen Waveriding, Freestyle und Slalom an den Start Das Mega-Event lockte mehr als 200.000 Zuschauer auf Deutschlands nördlichste Insel.